SCHÖNE GRÜßE AUS ZUVERSICHT

Ich habe mir heute eine Zeitung gekauft, weil mir langweilig und sie bunt war. Gelesen habe ich nur den Artikel über „150 Jahre Postkarte“, bei dem das Blatt Post- und Ansichtskarte gleichsetzte und dichtete:

Und dafür wurden die Karten auch später ja noch lange genutzt: als Urlaubsgruß aus Buxtehude, Bibione oder Brasilien, meist versehen mit präzisen Kurzberichten wie: „Das Wetter ist schön. Die Leute sind nett. Das Essen ist gut.“

Das fand ich fein, weil siehe ganz oben bei den Kategorien. Interessanter fand ich, was ich dann noch im Internet bei einer Zeitschrift gefunden habe, die mit „Liebespostkarten an Anna“ aufmacht und erzählt:

Wäre Anna Berlinerin gewesen, hätte ihr Verehrer womöglich sogar bis zu elf Mal täglich einen Liebesgruß geschickt: So häufig wurde um die Jahrhundertwende in der damaligen Reichshauptstadt die Post zugestellt. Die Menschen verabredeten sich per Postkarte morgens zum 15-Uhr-Tee oder mittags zum Diner, schworen sich ewige Treue oder bittere Rache, sprachen einander Beileid oder Glückwunsch aus. Wenige Worte, rasch auf Papier gekritzelt – und ab in den Briefkasten damit: Die Postkarte erfüllte zu ihrer Blütezeit die Funktion, die heute WhatsApp, SMS und Co. übernommen haben.

Und Karl Kraus? Der, so das Blatt,

hegte Mitleid mit dem „gehetzten Briefträger, der wegen eines ‚Grußes aus Ischgl‘ in Wien vier Stockwerke erklimmen“ musste. 

Also so, als wenn man eine SMS per DHL versendet, oder?

One Reply to “Ein Hurra auf die Karte”

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