SCHÖNE GRÜßE AUS ZUVERSICHT

Seit zwölf Jahren wohne ich in diesem Haus, seit sechs Jahre hinter diesem Küchenfenster, aus dem ich jeden Morgen in eine Welt blicken kann, die ihr Schönstes gibt. Ein Dom, auf einem Hochufer aufgebockt, so dass er wie der von Köln über allem ragt. Daneben eine evangelischer Campanile, zu den Füßen der beiden ein Häuserteich mit vielen hübschen Fröschen und ein paar Reihern darin, die sich bisher noch in Ruhe lassen.

Dazwischen fahren Züge über die Straßen, an Wochenendabenden leuchtet und murmelte ein Stadion dazu, hinter mir weiß ich das Freibad, den Fluss und die richtige Stadt. Vor mir ein Tortenstück daraus, nicht mit Sahne, nicht mit Backpulver. Und von den Leuten im Viertel hab ich noch gar nicht geredet.

Zig Bilder hab ich von diesem Küchenfenster aus gemacht, vor dem an guten Tagen morgens die Sonne hervorgeholt wird, um sich abends dramatisch im Himmel und den Fenstern zu spiegeln, wenn wir uns wieder von ihr wegdrehen. Und wenn ich mir die Bilder später anschaue, staune ich, wie anders sie untereinander sind. Manchmal denke ich das auch nur, wenn ich sie grad mache.

Und nun fängt der Sommer pünktlich an, mit ganz viel Juni und Sonne, endlich sind April und Mai vorbei, diese verflixten zwei, die zum Jahr gehören wie Schwarz auf Weiß. Ich koche mir einen Aufstehespresso und sehe die Welt zum ersten Mal im Teetopfdeckel wieder und sie ist ganz neu.

Dann trinke ich mit ihr Kaffee.

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