SCHÖNE GRÜßE AUS ZUVERSICHT

“Da stimmt doch was nicht!”

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Du hörst, siehst, liest von was oder machst es selbst, das ganz selbstverständlich und normal scheint. Weil es jeder so machen würde und viele auch tun. Weil es mehr Vor- als Nachteile hat. Weil die Welt eben so ist.

Dann bleibst Du stehen. Oder machst einen Schritt zur Seite. Oder bist für eine Weile weg. Und wenn Du dann wieder hinschaust, auf das Selbstverständliche, Normale, Weltgegebene, dann… stimmt da was nicht. Wie bei dem Kirschbaum vor meinem Fenster, der umfiel, als ich grad wegschaute, und als ich wieder hinschaute… “Da stimmt doch was nicht?”

Oder wie bei den Videorecordern damals. Für die Jüngeren: Das waren Geräte, mit denen wir Filme aus dem Fernsehen aufnehmen und abspielen konnten. Es war kompliziert, weil man immer warten musste, bis der Film kam und dann auch da sein musste, wenn man kein Technik-As war.

Dann kam der DVD-Player und ersetzte den Videorecorder; und das Problem mit dem Aufnehmen war keines mehr. Weil mit dem Player konnte man nicht mehr aufnehmen. Und weil man mit dem auch keine Videos mehr sehen konnte, kauften wir uns unsere Lieblingsfilme entweder neu oder hofften, dass sie noch einmal im Fernseher liefen. Damit wir sie wenigstens einmal noch sehen konnten. Es war wie vor dem Damals, als es weder Videorecorder noch DVD-Player gab. Da stimmte doch was nicht, fand ich.

Zum Glück kam bei all dem das Internet mit und die Möglichkeit, das Ganze wieder zu korrigieren. Zumindest für uns. Ja, es wurde illegal genannt, dass die Leute sich im Netz Filme und Musik runterladen konnten wie früher vom Fernseher und Radio. Ich fand es gerecht. Da stimmte was.

Inzwischen ist das Internet auch immer mehr zum DVD-Player geworden und die Kritiker der Elche sind jetzt selber welche, Angefangen bei A wie Apple. “Irland und Apple klagen gegen Milliarden-Steuernachzahlung”, war vor drei Jahren eine Schlagzeile, bei der ich besonders heftig dachte – da stimmt doch was nicht. Eine Konzern hat Schulden an den Staat und beide gehen gemeinsam vor Gericht, damit der Staat das Geld nicht kriegt, also wir – selbst wenn wir damit ein Iphone kaufen wollen?

Dann kam die Idee, da was auf “Twitter” zu machen, so @dastimmtdochwasnicht. Was ein Dastimmtwasnicht für sich gewesen wäre, weil warum sollte ich meine Ideen unter einem Konzernnamen veröffentlichen? Ich zucke nämlich immer noch, wenn ein Radiosender die Leute auffordert, auf “Facebook” oder “Whatsapp” zu gehen. Weil, ist das nicht Schleichwerbung? Und dann auch noch für die Konkurrenz? Also den Kakao trinken, durch den man gezogen wird?

Okay, bevor ihr jetzt das Licht anmachen wollt, weil es hier immer düsterer wird, mach ich mal das Fenster auf und lass die Sonne rein. Ich möchte hier über das reden, was stimmt. Also was passt, was schön ist, was Zuversicht macht. Auch wenn’s stört, hässlich ist und Angst macht. Weil ohne das stimmt’s auch meistens nicht.

Und ich mach das in einem Internet, in dem ich was aufnehmen und abspielen kann, ohne da den Namen von einem Konzern drüber zu schreiben. Weil’s geht. “Schöne Grüße aus Zuversicht”.

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