SCHÖNE GRÜßE AUS ZUVERSICHT

Es sind meine ersten Sommerferien nach knapp 40 Jahren und die Familie nimmt mich mit in den Süden. Für meinen Bruder und seine Frau ist es der Norden, weil sie in Australien leben, und wenn sie alle Jahre mal nach Europa kommen machen sie eine große Reise. Diesmal drei Wochen lang mit dem Auto von San Sebastian nach Lissabon. Und ich muss mit.

Spanien ist schön, das Essen ist schwierig, weil ich kein Fisch und Fleisch will. In den Tapas Bars bestelle ich meistens Patatas con bravas, sonst gibt es Käseplatte oder Salat, zwei Spiegeleier mit Pommes erinnere ich als Highlight der ersten Woche. In Nordspanien! Ich finde, das “eine der besten Küchen der Welt” auch ohne tote Tiere was können muss.

Dann kommen wir nach Portugal und es ändert sich was. Vielleicht auch nur in meinen Augen. Jedenfalls bekomme ich am ersten Abend ein feines vegetarisches Menü und am nächsten Tag fahren wir nach Barcelos, das am Donnerstag ein einziger Markt ist.

Da gibt’s natürlich ganz viel tolles Gemüse und ich gleich die Kamera raus. Und seh nur die Menschen. Die sind noch toller. Und ich bin’s auch, ich hab’s gleich gemerkt. Kennt Ihr das? Wenn Ihr merkt, das grad eins toll nach dem anderen ist, auch dann noch, wenn Ihr es festhalten wollt in Worten und Bildern, und wenn Ihr später auf all das zurückschaut, dann ist das immer noch so, auch in den Worten und Bildern. Was ja nicht immer so ist. Als wenn irgendwo eine Tür auf- oder ein Licht angegangen ist. Wenn ich mir die Bilder vom Markt anschaue, habe ich dieses Gefühl immer wieder. Was für tolle Menschen. Was für tolle Bilder. Was für ne tolle Welt.

Und wen Ihr Euch fragt, ob die Männer auch mal was machen auf dem Markt in Bacaleros…

Ich kann’s nicht erkennen. Schon gar nicht auf meinem Lieblingsbild. Überzeugt Euch selbst.

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